Dienstag, 2. März 2010

es ist schon wieder lange her, dass ich etwas in den blog geschrieben habe, aber es ist auch viel passiert...
die drei wochen nach meinem geburtstag waren eher unspektakulär, ein bisschen rumhängen, ein bisschen uni und natürlich ein paar parties. dann kam eine woche ferien. es ging los mit einem wochenende ski fahren in den rocky mountains. und es hat wahnsinnig viel spaß gemacht! und trotzdem dies erst das zweite mal ski fahren in meinem gesamten leben war, hab ich mich doch recht gut angestellt und bin mit den anderen die pisten runtergesaust. leider hatte ich aber ganz vergessen wie anstrengend ski fahren ist und bin dementsprechend sonntag abend pünktlich um 21 uhr ins bett gefallen.

der nächste tag sollte dann noch mehr aufregung bringen, denn nina war auf dem weg nach calgary und ich habe sie natürlich vom flughafen abgeholt! zwei wunderschöne, lustige und verrückte wochen sollten beginnen. es fing damit an, dass wir auf unserem ersten spaziergang durch die nachbarschaft einen deutschen (älteren) mann kennengelernt haben, mit dem wir uns erstmal eine weile über kanada und deutschland ausgetauscht haben. die nächsten tage waren dann eher entspannt, so wie ein urlaub sein musste. bis auf einen kurzen zwischenfall in downtown, wo uns ein sehr misteriöser mann gefolgt ist und sich nicht hat abwimmeln lassen. aber da er nicht der deutschen sprache mächtig war, hat es ihn dann wohl doch verwirrt als wir ihn ohne punkt und komma auf deutsch angeredet haben. das war nina's erster eindruck von calgary...der eigentlich sichersten stadt der welt.
zum wochenende hin, haben wir dann ein auto gemietet, um auch die nähere umgebung calgarys kennenzulernen. erster stop: dinosaurier museum in drumheller. allein die autofahrt dorthin hat sich gelohnt. kein mensch auf dem highway und unendlich weiten rechts und links der straße. da auch gerade wintersaison ist, war auch im museum nicht viel los, zu unserem vorteil und wir konnten die vielen, einzigartigen und auch riesengroßen dinosaurier skelette bewundern.
am nächsten tag ging es dann mit ein paar anderen leuten nach edmonton. der weg war recht mühsam und nebelig, aber dort angekommen, hat sich die fahrt dann doch gelohnt. denn wir, 5 mädels, sind angekommen in der größten shopping mall der welt... der tag konnte beginnen. am anfang wussten wir einfach gar nicht, wo wir anfangen sollten, es war alles so groß und wir waren einfach überfordert. doch nach und nach haben wir unseren weg durch die mall gefunden. wer dann am ende keine lust mehr auf shoppen hatte, konnte entweder in das riesige spaßbad mit 6 wasserrutschen oder in den vergnügungspark mit achterbahn und anderen dingen gehen. zur abwechslung haben wir uns zwischendurch noch eine seelöwen show angeschaut, aber waren am ende des tages doch auch alle froh wieder zu hause zu sein.
aber damit war das wochenende noch nicht zu ende, denn am sonntag ging es in die rocky mountains, nach lake louise und banff, um noch einmal das schöne wetter und die herrliche bergluft zu genießen. und am abend hieß es dann entspannen in den hot springs von banff mit wunderschönem blick auf die berge.
nun war das wochenende also auch schon wieder vorbei und für mich hieß das: ab montag wieder uni. aber montag hieß auch chicken wings night im nahegelegenen irish pub Kilkenny.
am dienstag sind nina und ich dann in den calgary olympic park, um einen tag lang unsere fähigkeiten beim ski fahren weiter auszubauen. bei super sonnigem sonnenschein war dies auch ein voller erfolg. am mittwoch hieß es dann wieder ribs essen im kilkenny: pro ribbchen ein cent! besser kanns nicht sein. und da zwischen 17 und 18 uhr auch noch happy hour für bier und wein war, mussten wir einfach dort hingehen. also dachten wir, naja gegen 17uhr wird es sicher leer dort sein, da um diese zeit kein mensch was trinken geht. doch da lagen wir leider falsch, denn der pub war rammelvoll und erst nach der dritten runde auf der suche nach plätzen, sind wir dann doch erfolgreich geworden. also saßen wir an einem großen tisch, voller lustiger kanadier. und auch erst dann haben wir bemerkt, dass genau zu dieser zeit das viertelfinale im ice hockey, kanada gegen russland, läuft...da saßen wir also zwischen den ganzen ice hockey fanatischen kanadiern und wollten doch nur unser bier und unsere ribbchen genießen. ein paar bier und ribbchen später sind wir dann noch mit den kanadiern ins gespräch gekommen und mussten ihnen erstmal erklären, warum wir nicht so verrückt nach ice hockey sind. und dann mussten wir zu unserem entsetzen feststellen, dass kanadier tomatensaft in ihr bier machen, weil sie wirklich der meinung sind, dass das bier dann besser schmecke. ich denke, dass jetzt jeder eine vorstellung hat, wie schlecht das kanadische bier wirklich ist...
am donnerstag und freitag stand dann mal wieder party auf dem stundenplan, denn nina konnte ja nicht nach hause fahren, ohne eine kanadische party miterlebt zu haben. also ging es am donnerstag in "the den", den studentenclub auf dem campus. doch dieser abend hat sich als nicht sehr erfolgreich herausgestellt, da zum einen der club so überfüllt war, dass man sich kaum bewegen konnte und als dann eine freundin einen plastik bierkrug gegen die stirn bekommen hatte und ins krankenhaus musste, um sich die wunde nähen zu lassen, hatte dann auch keiner mehr lust zu feiern. aber am freitag hieß es dann: neue party, neues glück. diesmal war es eine themenparty: 80er jahre. so fanden wir uns dann, alle lustig gekleidet, wieder in dem studentclub auf dem campus ein. und diese party war ein voller erfolg. wir hatten einen sehr lustigen abend, manchen jedoch bekam mr. vodka nicht ganz so gut...
der rest des wochenende verlief dann auch sehr ruhig. ausnüchtern benötigt eben auch seine zeit und am sonntag hieß es für mich dann sowieso lernen, da ich am montag eine zwischenprüfung hatte.

gestern hieß es dann für nina leider schon wieder abschied nehmen von calgary und kanada. die zeit ging viel zu schnell vorbei. doch ich bin trotzdem nicht allein, denn gleichzeitig ist gestern johann in calgary angekommen! ich bin jetzt sehr, sehr glücklich und werde deshalb die nächsten 10 tage umso mehr in zweisamkeit genießen!

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